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FOS 2002
DOMINIK LABÖCK geb.04.06.1983
Von 8 bis 12 Jahren Cart – Sport beim ADAC ( Slalom)
Mit 12 Jahren bayrischer Vizemeister, Teilnahme deutsche Endausscheidung Platz 6
4maliger deutscher Meister beim deutschen Skiverband Disziplin Snowboard Alpin
Stand 2001 6.Platz Deutschland Boardercross Herren
Von 11 bis 17 Jahren Aktiver beim deutschen Skiverband, zuletzt C-Kaderstatus .
Mit 17 Jahren in der Talentförderung bei deutscher Sporthilfe.
Mittlere Reife Ludwig-Thoma Gymnasium
Zuletzt in Abiturabschlußklasse der Fachoberschule Rosenheim Fachbereich Wirtschaft
Von Juli 2001 bis September 2001 arbeitet Dominik Vollzeit bei Modeagentur Schwarte München für Dolce Gabbana und Armani. Im September 2001 wechselt Dominik an die Fachoberschule. Sein 1. Praktikumshalbjahr bis Februar 2002 macht er bei ModeagenturSchwarte, das 2.Halbjahr bis Juli 2002 absolviert Dominik bei Firma Hitec Softwarefirma in Übersee. Im September 2002 beginnt Dominik sein Abiturabschlußjahr.
Am 9.Dezember 2002 um 7.15 Uhr verlieren wir Dominik, auf dem Weg zur Schule, durch einen scheußlichen, unverschuldeten und nicht akzeptierbaren Verkehrsunfall.

12.12.2002 Unfallstelle Moosen bei Riedering
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09.12.2004
Biefe an Dominik und für seine wunderbaren Freunde
Extreme Situationen im Leben erzeugen Momente, die nicht geistig eruierbar sind. Ich habe meinen 19jährigen Sohn verloren. Ein Kind zu verlieren, ich habe oft über diese Situation nachgedacht, natürlich auch aufgrund der Situation von Kaprun, ist wohl das wirklich grausamste Schicksal eines Vaters oder einer Mutter. Dominik ist am Montag verstorben. Söhne in diesem Alter führen einen immensen Kampf mit dem Vater, um den Beweis zu führen Mann zu werden. Ein Wechselspiel von Zorn,Liebe,Anerkennung aber ebenso dem Vater keinen Einblick in das wahre Innere und Äussere zu geben. Somit war es mir nicht immer möglich meinen Sohn zu kennen. ------------------------------------------------------------------ ------------------------------------------------------------------ ----------------------------------------------------------------- In diesen leeren Zeilen müßte ich sehr viel schreiben, um verständlich zu machen, was ich in mir fühle.
Ich bin sehr traurig,daß ich keinen starken Sohn mehr an meiner Seite habe,der mir eines Tages helfen kann, wenn ich alt bin. Ich bin sehr traurig, daß sein kleiner Bruder Lorenzo nicht inmitten von zwei starken Säulen von Schwester und Bruder groß werden kann. Ich bin sehr traurig, daß nun wieder der Ring, der in meiner neuen jungen Familie entstanden ist,zerbrochen wurde.
Aber ich bin auch glücklich. Mag sein, daß dies unverständlich ist.
Ich konnte in den letzten Tagen erfahren, daß Dominik für sehr viele Menschen seines Umfelds eine sehr wichtige und starke Persönlichkeit darstellte. Dominik hat sein Leben sehr intensiv gelebt. Und Dominik war mit 200% im Leben. Mein Sohn war glücklich inmitten vieler,ehrlicher Freunde.
Wir haben unser Männlein zu Grabe getragen. Seine wunderbaren Freunde haben mich zu einem stolzen Vater gemacht. Wir werden in seinem Namen weiterkämpfen.
Dominik soll stolz auf uns alle sein
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ich glaube ich kann im namen aller sprechen, dass wir Dominik sehr vermissen. viele müssen oft an ihn denken und auch heute laufen da noch Tränen. Aber wir denken auch an die schönen und lustigen Tage mit ihm. Wann war dominik schon mal schlecht drauf. Ich sehe das so wie Sie. Er stand mitten im leben. So wie es ein Teenager tun sollte. Aber ich sehe keinen Sinn darin, dass er nun fort ist. Ich will und kann es nicht akzeptieren. Warum stirbt ein so junger Mensch? Warum ist Gott so grausam?
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Um Mitternacht, wenn alles schweigt, hoch oben am klaren Himmel sich mir ein Sternenzelt zeigt
Dann schlender ich ziellos durch die Felder, auf der Suche nach dem Grund, nach dem Warum
Ein Blick hinauf in die Sterne, sie strahlen in unendlicher Ferne
Ein blases Bild mahlt sich vor meinen Augen, ein Bild eines Engels, ohja ich muss es glauben
Er ist für immer fort, sonst könnt ich ihn niemals erblicken, so hoch oben, in den Sternen, weit, weit fort
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heute als ich den schulflur entlang ging, habe ich an dominik gedacht. ich habe einfach nicht glauben können, dass er echt nie wieder seinen platz einnehmen wird, dass wir niemals mehr einfach zusammen rumalbern können,... ich habe dominik zum schulanfang kennengelernt und habe meine zeit gebraucht um mit ihm warm zu werden, und als es so weit war, da wurde er einfach aus unserer mitte gerissen. ich werde dominik als einen herzensguten menschen in erinnerung behalten. ich hoffe dass sie, ihre familie und seine freundin für die zukunft viel kraft erhalten.....
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Es ist so schön zu sehen, wenn über Dominik nachgedacht wird. Sein Tod ist so sinnlos und schmerzhaft. Sein Leben war viel viel zu kurz. Glücklich kann ich im Moment nur sein, wenn ich über Dominiks Leben höre oder lese. Andere eigentlich glücklich machende Momente aber, werden sofort in mir beendet, weil ich sie mit Dominik erleben oder teilen möchte
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Dominik ist fort, aber ich glaube nicht daran. Ich möchte es nicht glauben. Ich will mich nicht mit diesem Gedanken konfrontieren. Sein Zimmer ist unverändert. Seine Kleidung ist am selben Platz. Dominik ist auf einer langen Reise. "Legenden schlafen aber sie sterben nie" DOMINIK´S Handyspruch
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Jetzt ist es schon über 3 Monate her und es kommt mir vor als hätte ich ihn gestern das letzte Mal gesehen.Erst heute in der Schule haben wir über ihn geredet.Unser Lehrer hat irgendwas von einem magischen Viereck erzählt, Bine und ich haben uns nur angeschaut und gesagt "Es gibt nur ein magisches Dreieck...Er, seine Sprüche und seine teilweise blöden Kommentare gehen mir immernoch ganz schön ab.
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Es fällt mir schwer Dominik einfach so in Worten zu beschreiben. Er war und ist für mich immernoch ein sehr wichtiger Mensch und Bestandteil meines Lebens und daran wird sich auch nie etwas ändern. Er war so fröhlich und fast immer guter Laune; er hat uns zum Lachen gebracht bis uns die Tränen runtergelaufen sind und wenn ich mal einen schlechten Tag hatte, dann hat er solange versucht mich mit seinen Sprüchen und Bemerkungen aufzubauen, bis ich wieder lachen konnte. Ich hoffe es geht ihm gut, wo immer er jetzt auch gerade ist.
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Seit 3 Wochen kann ich nicht mehr in Dominiks Zimmer gehen. Vorher war es für mich ein Ort den ich als Nähe zu Dominik empfunden habe. Sein Zimmer gab mir ein beruhigendes Gefühl. Jetzt ist es ein Ort der Traurigkeit. Dominik´s Reise geht jeden Tag weiter in die Ferne...... und das tut fürchterlich weh. Wenn es wirklich etwas nach dem Tod gibt, dann bin ich mir sicher, daß es Dominik mittlerweilen gut geht. Dominik konnte traurig sein, aber er ließ es nicht zu, daß dies zu lange dauerte
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Nun sind es 5 Monate ohne Dominik. Es wäre Zeit fürs Abitur. Ich hoffe euch allen von der FOS gehts gut und vor allem, daß Ihr alle diesen verflixten Schein bald in Euren Händen haben werdet. Es wäre so schön, wenn ich irgendwann auch Dominik mit diesem für Ihn doch so notwendigen Papierchen gesehen hätte. Aber was ist eigentlich wichtig ?
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heute wäre Dominik sein 20. Geburtstag gewesen und unsere Klasse hätte es sehr gerne gesehen, dass wir alle zusammen Abitur geschrieben hätten. Die Lücke konnte sich in den 6 Monaten nicht schließen und für viele von uns erscheint dies wie ein böser Traum. Ich stelle mir oft die Frage, was für einen Sinn der Tod hat, aber wie wir alle finde ich auch keine Antwort darauf. Sehr gerne hätte ich mit dem Dominik nach der letzen Abiprüfung angestoßen und mit ihm gefeiert!! Ich werde bestimmt an ihn denken. Ich wünsche euch viel Kraft, um diese Tage so erträglich wie möglich zu gestalten und vielleicht hilft ja so ein bißchen die Einstellung, dass man sich freut, dass er da war, ihn kennenlernen durfte und zumindest für diese viel zu kurze Zeit dankbar ist
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Morgen sind es 9 Monate, daß Dominik nicht mehr die Haustüre öffnet. "Zeit heilt Wunden" ich dachte die ersten Monate werden wohl die Schlimmsten sein. Stimmt nicht. In den ersten Monaten nach Dominiks Tod war immer noch ein bestimmtes Gefühl in mir, wenn ich hörte, daß die Haustüre geöffnet wurde "jetzt kommt Dominik nach Hause" Dieser erste Gedanke ist jetzt verschwunden. Ich habe realisiert, daß Dominik nie wieder nach Hause kommen wird. Das macht den Schmerz viel tiefer. Manchmal überlege ich, ob ich an ein Wiedersehen nach dem Tod glauben soll. Ich wünsche es mir so sehr..................
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Hat mich nochmal total mitgenommen was Ihr hier geschrieben habt. Man sagt ja, die Zeit heilt alle Wunden, aber vergessen werde ich Ihn niemals.
Irgendwie tut es aber total gut hier immer wieder was zu lesen und zu wissen, dass man nicht alleine trauert. Mir ist, als wäre es gestern gewesen, als ich damals in der Fahrschule erfuhr, dass er tödlich verungückt war und ich es stundenlang nicht glauben konnte oder besser gesagt, nicht glauben WOLLTE.
Ich denke immer noch total oft an ihn.
Wo Dominik war, war immer auch Lebenslust. Wenn jemand das Vermögen besitzt, positive Energie auszustrahlen, dann er. Auf seinen Tod kann ich mir immer noch keinen Reim machen und ich möchte mich auch nicht zu sehr damit konfrontieren, weil ich weiß, dass das einen Schmerz in mir auslöst und ich mir das alles nicht erklären kann.
Dass er fort ist, ist schon so schmerzlich genug. Es ist ganz einfach nicht fair.
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Ich bin nicht blind und doch kann ich dich nicht sehen.
Ich bin nicht taub und doch kann ich dich nicht hören.
Ich bin nicht stumm und doch kann ich nicht mit dir reden.
ICH FRAGE MICH WARUM???
Die Antwort auf diese Frage liegt so nah, denn du bist nicht mehr da!
Jedoch werde ich dich nie vergessen!!!!

SOMMER 2002 (Bild gesandt von Hansel Longa 22.11.2005)

Eine wunderschöne Geschichte erhalten von Daike am 26.12.2005
Vielen Dank
Die traurige Traurigkeit
Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, daß sie kaum zu hören war. "Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit mißtrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?" "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, daß du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" "Ich... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, daß mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter den Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen." "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zuläßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, daß ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber... aber- wer bist eigentlich du?" "Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.

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